Zwei Elemente (1)

Bildgestaltung mit zwei Elementen – hier möchte ich euch einmal dazu ein Beispiel zeigen und auf die Probleme hinweisen, die bei einer solchen Bildgestaltung entstehen bzw. bestehen. Dabei liegen die Probleme weniger darin, solche Motive zu entdecken, sondern darin, welchen speziellen grundsätzlichen Effekt diese Art der Bildgestaltung hat.

Spezieller bzw. grundsätzlicher Effekt: Dazu bedarf es eigentlich keiner Worte. Schaut einfach einmal auf dieses Beispielsfoto hier und achtet darauf, was eure Augen sofort machen und außerdem ständig weitermachen.

2-Elementeso-1-ARei-PA-DSC0

Okay, wetten, dass ihr es sofort selbst gemerkt habt? Die Augen springen von dem einen Element zum zweiten, zurück zum ersten, zurück zum zweiten und immer so weiter und so fort. Sie springen hin und her, ohne einmal wirklich Ruhe zu finden und innezuhalten.
Grund für diese ständigen Augenbewegungen ist generell: wenn eine Bildgestaltung auf zwei Elementen aufbaut, dann führt dies im allgemeinen automatisch dazu, dass diese beiden Elemente miteinander verglichen werden, um z.B. Unterschiede zwischen ihnen zu entdecken. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die beiden Elemente gleicher Art sind, so wie hier im Beispielsfoto.

Problem: Durch diesen Effekt, den eine Bildgestaltung mit zwei Elementen grundsätzlich hat,
kommt es generell zu einem unruhigen Gesamteindruck des Fotos. Im allgemeinen hat niemand Lust dazu, sich so ein Foto länger anzusehen.

Daher heißt es bei einer Bildgestaltung mit zwei Elementen immer sehr vorsichtig und sorgsam zu Werke zu gehen. Es ist nicht möglich, die Bewegungen der Augen als Hin und Her zwischen den zwei Elementen ganz auszuschalten/zu vermeiden. Aber es ist z.B. möglich, die Augenbewegungen zu verlangsamen, das Tempo des Hin und Her zu beeinflussen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.