Themenumsetzungen – Symbole

Ihr möchtet ein fotografisches Thema umsetzen ?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies anzugehen.

Wobei es natürlich auch von eurem Thema selbst abhängt.

Eine Möglichkeit, ein Thema umzusetzen, ist die Arbeit mit Symbolen.

Was bedeutet dies nun ?

Wie kann man damit arbeiten ?

Versuchen wir erst einmal, eine allgemeine Definition herauszufinden für das Wort „Symbol“.

Eine Definition, mit der wir als grundsätzlichem Leitfaden in der Fotografie arbeiten können, denn der Begriff „Symbol“ hat jeweils leicht verschiedene Bedeutungen, je nachdem, auf welches Fachgebiet er sich bezieht, wie z.B. Geschichte usw.

Ganz allgemein gesagt bedeutet Symbol etwas, das wir sehen können und das zugleich stellvertretend für etwas steht, das wir nicht sehen können.

Sozusagen etwas Sichtbares mit Unsichtbarem, einem Hintergrund.

Da sich das jetzt ein wenig kompliziert anhört, nehmen wir am besten einmal ein fotografisches Beispiel zur Erklärung hinzu.

Dies hier ist ein Skizzen-Foto zu einem speziellen Thema.

Es ist allein auf Symbolen und Symbolik aufgebaut.

Skizzen-Foto Beispiel

Als erstes könnt ihr hier z.B. ein Herz sehen.

Wofür steht aber nun ein Herz ? Was steckt dahinter als Unsichtbares ?

Allgemein üblich ist es, ein Herz als Symbol für Liebe zu sehen.

Am Muttertag oder Valentinstag könnt ihr überall auf den Geschenken, Karten, Dekorationen usw. Herzen sehen, genauso wie bei Hochzeiten usw.

Das Herz ist also das Sichtbare und es steht für alles, was Liebe bedeutet. Das ist das Unsichtbare, ein Gefühl.

Das nächste, was ihr im Foto sehen könnt, sind Kerzen.

Wofür stehen Kerzen ?

Nun, eine brennende Kerze steht allgemein als ein Symbol für Leben, Hoffnung, Glauben usw.. Sie ist außerdem ein Licht in der Dunkelheit.

Und was ist mit Kerzen, die nicht brennen ?

Als spezifisches Symbol für etwas kann man sie nicht unbedingt einordnen.

Aber innerhalb der gesamten Bildgestaltung hier, innerhalb der Komposition hier, stehen diese nicht brennenden Kerzen trotzdem als eine Art „Symbol“.

Sie sind quasi das Gegenteil zu der brennenden Kerze und stehen daher als „Symbol“ für

ausgebrannt, verbraucht, ausgelaugt bzw. das, was man als „burn-out“ bezeichnet.

Wenn man ein Thema fotografisch mit Symbolen umsetzen will, sollte man sich bewusst sein, sollte man wissen, dass dies für den Betrachter im Prinzip eine Art besonderer Herausforderung ist.

Kennt der Betrachter die Bedeutung eines Symbols nicht, kann die Botschaft bzw. die Aussage im Foto nicht verstanden werden, nicht nachvollzogen werden. Es passiert dann sehr schnell, dass so ein Foto als langweilig und nicht verständlich abgehakt wird (negative Reaktion).

Außerdem sollte man nicht mit zu vielen Symbolen gleichzeitig arbeiten. Das macht es nicht nur schwieriger für den Betrachter so ein Foto überhaupt zu verstehen, es kann auch schnell dazu führen, dass das Foto selbst einfach überladen ist mit zu vielen Details.

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