Over Saturated Market You Say?

Ich las heute den Blogeintrag von Zack Arias und dieser ging mir nicht mehr aus dem Kopf …

Dieses Thema „ist der Markt übersättigt“ kam schon oft hoch und wurde viel diskutiert. Es spaltet sogar bisweilen Gruppen, die sich nicht einig werden können über dieses doch so ernste Thema (eigentlich kann es auf viele Branchen übertragen werden und auf Leute, die ihren Lebensunterhalt mit einer Tätigkeit verdienen müssen). Es spaltet die Ansicht zwischen Hobby- und Profifotografen …

Was steckt aber wirklich hinter den Worten ?

Zack Arias ist ein Fotograf, der den Sprung geschafft hat, er kann damit so viel Geld verdienen, dass er sich und seine Familie ernähren kann.

Ich selbst schätze ihn als Mensch, Lehrer und Fotografen. Er hat eine Art an sich zu lehren, mit offenen Worten zu sprechen. Eine Art Dinge zu vermitteln und Bilder umzusetzen, die ihn etwas von anderen Leuten abheben.

Klar gehört auch er zu einem der vielen Fotografen auf der Welt, aber in meinen Augen hebt er sich auch ein wenig von der Masse ab. Besonders weil er menschlich ist und nicht nur auf teure Foto-Ausrüstung verweist. Er zeigt in seinen Schulungen auch sehr gut, wie man mit wenig viel erreichen kann. Auch seine „one light“-DVD oder die Workshops dazu zeigen sehr viel von dieser Art der Fotografie. Aber dennoch hat seine Arbeit einen Preis, der sich nicht nur am Preis vom Material orientiert.

Man kann in einen Supermarkt gehen und sich eine sog. „Billig-Knipse“ kaufen – klar. Man kann mit dieser Kamera sogar unter gewissen Bedingungen recht anständige Bilder machen – klar. Aber ist man damit konkurrenzfähig – kann man damit wirklich auf den Markt gehen und einen Preis festlegen für seinen Job  und damit auch für den vieler anderer Menschen?

Ich habe auch Freunde in verschiedenen Ländern und habe mit ihnen über Preise geredet. Dabei ist mir aufgefallen, dass oft auch das Land eine gewisse Linie im Preisniveau festlegt. Einige gehen den Weg von „low buget“, andere verstehen den Wert hinter der Foto-Kunst und sehen hier auch die Notwendigkeit einen gewissen Level zu halten.

Wieder andere sind sich einig, dass eine künstlerische Arbeit auch angemessen bezahlt werden muss. Ist es ja nicht nur die Ausrüstung und der Preis dieser, der zählt. Ist es nicht nur die Zeit, welche man an einem Auftrag arbeitet. Vielmehr sind es ja auch die Kreativität und Ideen, die ein Fotograf hat. Visionen und Wege diese umzusetzen, welche ebenfalls den Preis mit bestimmen.

Lasst euch seine Worte mal durch den Kopf gehen …

Egal ob Teilzeit- oder Vollzeitfotograf – egal ob von der Schule oder Quereinsteiger – egal ob durch Lehrers Worte im Klassenzimmer oder DVD/Internet – haben wir alle nicht etwas getan, was einen angemessenen Preis rechtfertigt …

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