Makrofotografie – dekorative Apfelschalen

Fotomotive gibt es überall, vorausgesetzt man entdeckt sie auch.

Hier möchte ich euch einmal zeigen, wie dekorativ …

… eine simple Apfelschale sein kann.

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Beispiel 1 wurde aufgenommen mit einem Makroobjektiv – Blende 11, Belichtungszeit 1/60 sec und ISO 100.

Als Lichtquelle wurde das vorhandene Licht genutzt, die Schale wurde draußen fotografiert, wobei es hauptsächlich bedeckt war, aber auch immer wieder die Sonne durchkam. Dadurch sind die Licht- und Schattenpartien, die man im Foto sehen kann, entstanden. Aufnahmezeitpunkt war gegen 14:30 Uhr im Herbst. Da dann die Sonne bereits tiefer am Himmel steht, kam es hier nicht zu den sonst üblichen harten Lichteffekten bei Sonnenlicht, sondern zu einer eher weichen und farbintensivierenden Wirkung.

Beispiel 2 wurde aufgenommen ebenfalls mit einem Makroobjektiv – Blende 8, Belichtungszeit 1/90 sec und ISO 100.

Als Lichtquelle wurde wiederum das vorhandene Licht genutzt, die Schale wurde draußen fotografiert. Auch hier war es von der Lichtstimmung her hauptsächlich bedeckt, gelegentlich brach die Sonne durch. Aufnahmezeitpunkt war ca. 12:00 Uhr im Herbst.

Wie ihr an beiden Beispielen sehen könnt, können ganz simple Objekte  -so wie hier die Apfelschale-  zu einem dekorativen Fotomotiv gestaltet werden.

Um dabei bei solchen Objekten zu einer formatfüllenden Komposition zu kommen, ist der Einsatz eines Makroobjektives perfekt. Aber dies ist nicht zwingend notwendig. Auch mit anderen Objektiven kann man eine ähnliche Komposition erreichen.

Vorausgesetzt man kommt vor allem bei kleineren Objekten (und das ist eine Apfelschale durchaus bereits) mit dem Objektiv nah genug an das Motiv heran.

Bei Apfelschalen oder ähnlichen Motiven dieser Art gilt es darauf zu achten, dass das Objekt möglichst frisch ist. Apfelschalen, die schon länger irgendwo herumgelegen haben, haben bereits bräunliche Stellen im Fruchtfleisch und die wirken dann auf einem Foto nicht besonders dekorativ.

Um die Farben möglichst intensiv zu gestalten von vornherein, sollte die ISO so gering wie möglich sein – eventuell kann auch die Belichtungskorrektur zusätzlich auf Minus gestellt werden.

Je dünner eine Schale ist, desto besser „leuchtet“ sie, wenn das Licht von hinten kommt und das wiederum intensiviert die Farbwirkung.

Ein dunkler Hintergrund oder ein Hintergrund mit dunkleren Kontrastfarben trägt ebenfalls zu einer intensiveren Farbwirkung bzw. einem intensiveren Farbempfinden bei.

Wer ein Makroobjektiv nutzen kann, nicht vergessen, die Tiefenschärfe ist hier „anders“ und geringer ist als im Vergleich zu anderen Objektiven. So wird trotz Blende 8 im zweiten Beispiel nur ein minimaler Teil der Schale wirklich scharf dargestellt.

Was aber andererseits dazu führt, dass man gerade mit einem Makroobjektiv hier sehr interessante Kompositionen erstellen kann.

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