Linien und Formen Teil 2

Linien und Formen bestimmen sehr viel in unserem Leben.

Eigentlich sind wir täglich mit diesen Dingen umgeben. Gebäude haben Linien und Formen – Architektur ist bestimmt von diesen zwei Worten. Aber auch auf den Wegen, die wir gehen, finden wir diese Dinge wieder. Auch Gehwegplatten werden oft als Muster verlegt, welche unser Gehirn zu einem Bild formen kann. Sind wir mit unseren Kindern auf dem Spielplatz sehen wir diese Dinge auch in den Klettergerüsten wieder.

Viele dieser Linien und Formen sind oft auch versteckt, man sieht sie nicht direkt, aber unser Gehirn kann daraus ein Bild erschaffen. So ist es ja auch mit Wolken, die am Himmel zu sehen sind – erkennen wir da nicht manchmal interessante Figuren … ?

Auch ein Mosaik macht sich dieses zu nutzen. Es müssen ja nicht immer gleiche Farben sein, woraus wir was erkennen können. Auch das Zusammenfügen von farbigen Punkten lässt uns ein Bild im Kopf erschaffen.

Und so ist es auch in der Fotografie.

Bilder, welche Linien und Formen aufweisen wirken nochmal etwas interessanter auf uns. Sei es jetzt geometrische Linien und Formen, welche wir im Bild festhalten, die Horizontlinien oder einfach Silhouetten und Schattenspiele.

All diese Dinge bestimmen unsere Bilder und lassen sie etwas intensiver auf Leute wirken.

An Hand des folgenden Bildes möchte ich mal mehr die Bedeutung von Linien aufzeigen. In diesem Beispiel für „Teil 2“ sind es eher die unsichtbaren Linien, welche unser Gehirn konstruiert und welche wir zum Teilen von Bildern verwenden.

lines and forms

Hier gibt es jetzt nicht unbedingt eine Horizontlinie im Bild, aber auch eine Diagonale kann so interpretiert werden. Diagonale können von Ecke zu Ecke, aber auch die Drittelpunkte verbinden. Von Ecke zu Ecke wäre es wie ein mittige Horizontlinie anzusehen – verbindet man die Drittelpunkte, so wirkt die Diagonale auch interessanter und gibt dem Bild mehr Spannung.

Hier liegt diese Diagonale zwischen dem Eckpunkt und dem Drittelpunkt. Auch in diesem Falle könnte man von einer teilenden Diagonalen sprechen, ähnlich dem mittigen Horizont oder der Diagonalen von Ecke zu Ecke. Hier liegen auch die meisten Objekte/Ballone an dieser Linie angeordnet. Lediglich zwei weitere Objekte sind etwas davon entfernt. Die Ansammlung an diese Linie und zwei weitere Punkte außerhalb geben unserem Gehirn die Möglichkeit das Bild zu teilen.

Es ist ja auch ein ruhiges Bild mit warmen Farben und keiner „Aktion“. Ballonfahrt ist für uns ja eh schon das Anzeichen von Ruhe. Hier ist es auch die Kombination von Farbe und der teilenden Diagonalen, welche in uns das Gefühl von Ruhe aufkommen lässt.

 

Nutzen wir diese Möglichkeiten und kombinieren Farben und Linien miteinander, so können wir schon direkt bei der Aufnahme dem späteren Betrachter etwas mit unserem Bild mit geben.

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