Kameraeinstellung – Belichtungskorrekturen

Wer eine DSLR hat, der hat die Möglichkeit, mit verschiedenen Belichtungswerten zu arbeiten, mit Belichtungskorrekturen. Diese können automatisch vorgenommen werden oder manuell.

Was hat diese Kameraeinstellung für Effekte auf das Foto?

Ihr könnt das gesamte (!) Foto dunkler machen oder heller. Belichtungskorrekturen eignen sich also nicht, wenn ihr nur einzelne Teilbereiche heller oder dunkler haben möchtet.

Um ein Foto dunkler zu machen, stellt ihr die Belichtung auf das Minus-Symbol.

Dadurch wird übrigens die Belichtungszeit kürzer, ihr könnt also die Kamera quasi länger in der Hand halten, ohne das Motiv zu verwackeln, ohne dass das Motiv unscharf abgebildet wird.

Um ein Foto heller zu machen, stellt ihr die Belichtung auf das Plus-Symbol.

Dadurch wird die Belichtungszeit länger, es besteht schneller die Gefahr, dass Fotos verwackeln, sprich unscharf aussehen, weil die Kamera nicht mehr ruhig genug gehalten werden kann.

Hier einmal eine Beispielreihe zu Belichtungskorrekturen:

Belichtungsreihe Minus

Belichtungsreihe normal

Belichtungsreihe Plus

Im ersten Foto wurde die Belichtung um minus 1 korrigiert.

Im zweiten Foto wurde keine Korrektur vorgenommen.

Im dritten Foto wurde die Belichtung um plus 2 korrigiert.

Dunkler oder heller, das ist aber nur ein Effekt der Belichtungskorrektur.

Was ihr bei einer Belichtungskorrektur auch feststellen werdet ist, dass sich die Intensität der Farben verändert.

Bei Belichtungen im Minus-Bereich werden die Farben intensiver und gesättigter.

Bei Belichtungen im Plus-Bereich werden die Farben heller und lichter und weniger gesättigt.

Belichtungskorrekturen können in unterschiedlichen Stufen gemacht werden. Welche Stufen es gibt, hängt von eurer Kamera ab. So kann es Stufen von minus 0,3 oder 0,5 oder 0,7 oder 1 geben. Oder das ganze andersherum mit plus 0,3 oder 0,5 usw.

Hier gilt es, auszuprobieren, welche Abstufungen/Schritte für euch die besten Ergebnisse bringen, welche Ergebnisse euch am besten gefallen. Dies hängt auch viel vom Motiv ab und von den Verhältnissen, die zum Zeitpunkt der Aufnahme gegeben sind (Umgebung, Aufnahmeort, Licht usw.).

In der digitalen Fotografie kann man natürlich über das display recht schnell feststellen, ob die von der Kamera gewählte Belichtung ansprechend ist, ob sie gelungen ist, ob sie einem gefällt.

In der analogen Fotografie ist dies so nicht möglich. Daher galt hier und gilt auch heute noch, in kritischen Situationen oder bei Motiven, die so schnell nicht wieder fotografiert werden können, lieber mit Belichtungskorrekturen arbeiten, sowohl im Minus- als auch im Plusbereich. Vor allem gilt dies für alle, die mit der analogen Fotografie erst beginnen.

Diesen „analogen“ Rat kann man aber auch „digital“ weitergeben. Bevor man nämlich später via Bildbearbeitung ein Foto insgesamt abdunkelt oder aufhellt, kann man auch bereits vor Ort so arbeiten, indem man Belichtungskorrekturen macht.

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