„Hier gibt es doch nichts zu fotografieren …“

Ich höre es auch oft genug „hier gibt es doch nichts zu fotografieren“.

Dies kann mehrere Gründe haben, dass einer dies sagt. Entweder lebt die Person schon zu lange in der Gegend und alles erscheint zu langweilig, oder das Auge für das Interessante fehlt, oder beides.

Eigentlich gibt es immer was zu entdecken, selbst in einer sehr bekannten und vertrauten Gegend kann man immer wieder neues entdecken. Im Grunde braucht man nur seine Sinne schärfen und mit offenen Augen durch die Gegend gehen, es gibt immer und überall was zu sehen. Manchmal muss man auch mal einfach die Perspektive ändern und sich die Gegend aus einem anderen Blickwinkel anschauen.

nothing to shoot

Hier bei diesem Bild ist es der tiefe Standpunkt der Kamera, der in erster Linie für uns Menschen nicht so „normal“ ist, ein entscheidender Punkt. Aber auch die Brennweite von 160mm in Verbindung mit der knappen Tiefenschärfe durch Blende 4 machen die Wirkung aus.

Klar gibt es auch mal Momente, wo man eigentlich keine Lust hat zu fotografieren, die Cam aber trotzdem mit schleppt. Der Tag ist öde und die Laune am Boden. Dann wird es natürlich etwas schwerer sich zu konzentrieren und die Augen offen zu halten. Aber selbst dann kann man sich auch wieder aufmuntern mit dem Suchen nach den Kleinigkeiten des Lebens.

Manchmal hilft es auch mal die Brennweite zu ändern/das Objektiv zu tauschen. Auch sind hier bei Zeiten Festbrennweiten sehr von Vorteil. Muss man sich doch mit der gewählten Brennweite auseinander setzen und bleibt so in einer Region, einer völlig anderen Welt. Besonders durch ein Tele oder Makro kann diese Region schön verkleinert werden und man sieht Dinge, die einem mit dem „normalen“ Blick verborgen bleiben.

Here is nothing to take a photo of it

Bei diesem Bild ist eine extreme Brennweite von 500mm für eine Wirkung verantwortlich, die durch die knappe Tiefenschärfe noch untermalt wird. Das Wesentliche ist scharf und die Umgebung wird zu einer homogenen Farbe. Aber auch der sehr tiefe Standpunkt der Kamera kommt hier wieder zum tragen. Auch so kleine Wassertropfen können in der Weite des „Nichts“ ihren Reiz haben.

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