Foto-Bericht vom PA Photo-Walk – Sommer ICEHOTEL 2011/Faszination realisierter Träume @ICEHOTEL_Sweden

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Im Winter 2011 haben wir erstmals das ICEHOTEL besucht, das in Jukkasjärvi, im schwedischen Lappland liegt.

Schon damals war uns klar, dass wir wieder zurückkehren wollten zu dieser eigentlich unbeschreiblichen Welt von Schönheit und Kunst, von Individualität und Originalität, zu einem Ort, wo Träume nicht nur geträumt werden, sondern auch Wirklichkeit werden. Und wo auch Erwachsene sich wieder so wie Kinder freuen und staunen können.

In diesem Jahr, 2011, wurde erstmals in der Geschichte des ICEHOTEL ein Sommer-ICEHOTEL gebaut. Damit war es für uns alles klar – Flugpläne wälzen, Auto durchchecken und zurück zum ICEHOTEL.

Wir werden die schöne Zeit, die wir dort waren, und die Menschen, die wir dort kennengelernt haben, niemals vergessen! An mehreren Lagerfeuern haben wir uns ausgetauscht und viele Stunden miteinander gelacht, viele Geschichten über das ICEHOTEL gehört, vieles gelernt und vieles mehr. Daher an dieser Stelle zuallererst noch einmal ein ganz persönlicher und herzlicher Dank und dieser auf Schwedisch: Tack så hämst mycket Arne, Åke och allihopa ! Lycka till alltid ochså allt, vad ni behöver ! Vi kommer tillbaka ! „Vi åker hem igen !“

In diesem Bericht nun möchte ich euch einige Fotos vom ICEHOTEL zeigen, die ich als eine Dokumentation mit Gegenteilen/Gegensätzen zusammengesetzt habe. Damit will ich versuchen, euch einen Eindruck zum „Kreislauf“ des ICEHOTEL zu vermitteln, zumindest über einen Teil dieses „Kreislaufes“ im Laufe eines Jahres. Außerdem könnt ihr sehen, dass/wie mit einer niedrigen ISO Fotos dort gemacht werden können.

Jedes Jahr wird das ICEHOTEL neu gebaut – aus Naturmaterialien, Schnee und Eis bzw. Eisblöcken. Diese Eisblöcke werden aus dem Torne Älv (= Torne Fluss) herausgeschnitten mit speziellen Maschinen. Und jedes Jahr, wenn der Frühling in Lappland einzieht, schmilzt das ICEHOTEL, bis schließlich nichts mehr davon übrig bleibt. Von daher kann man sagen, dass die zwei Baumaterialien des ICEHOTEL nur ausgeliehen werden von der Natur. Denn alles, was aus dem Torne Älv an Wasser in Form von Eisblöcken genommen wurde, kehrt dorthin auch wieder zurück, als geschmolzenes Eis bzw. Wasser. Der „Kreislauf“ des ICEHOTEL.

Von der Schönheit des ICEHOTEL und der Kunst bleibt nichts zurück, alles kehrt zurück zur Natur. Alles verschwindet –  bis auf die Fotos, die gemacht wurden und die Erinnerungen. Bestehen bleiben nur die kleinen Holzhäuser und die Gästehäuser mit den sog. „warmen Kabinen“, die Kühlhäuser und andere Gebäude, die allesamt auch zum ICEHOTEL gehören. Da wir in diesem Jahr das ICEHOTEL gesehen hatten, war es für uns ein ganz besonderes Erlebnis, nun im Sommer dort keine Spur mehr davon zu sehen, diesen „Kreislauf“ also persönlich zu erfahren.

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Hier einmal ein paar weitere Fotos, die euch den Unterschied zwischen dem Winter und dem Sommer zeigen. Zunächst seht ihr das ICEHOTEL vom Winter 2010/2011 und dann den leeren Platz in diesem Sommer. Noch wirkungsvoller ist eine solche Gegenüberstellung von Fotos, wenn man sie jeweils in einer Reihe nebeneinander präsentiert, so dass alle Winterfotos die obere Reihe und die Sommerfotos passend dazu die untere Reihe bilden.

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Als wir auf dem leeren Platz standen, haben wir uns ganz besonders an das ICEHOTEL erinnert, wir haben versucht, herauszufinden, wo die einzelnen Räume waren, wo die Kirche, die Eisbar usw.

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Wir schauten pausenlos auf den leeren Platz und obwohl wir das alles natürlich gewusst hatten, hatten wir dort ganz besonders das Gefühl eines Verlustes. Alles war verschwunden, die ganze Pracht dahin und nichts würde jemals wieder zurückkommen davon. Es war unglaublich.

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Aber war da wirklich nur ein leerer Platz ? Ja, zumindest was das ICEHOTEL vom Winter betraf. Das war für immer fort. So wie alle anderen ICEHOTEL, die vorher gebaut worden waren. Nein, denn die Pläne für das neue ICEHOTEL für diesen Winter 2011/2012 sind längst entworfen, die ersten Vorbereitungen längst im Gange. Nein, denn alle Eisblöcke, die im Winter/Frühjahr aus dem Torne Älv geschnitten wurden, lagern in den großen Kühlhallen und warten nur auf ihren Einsatz. Ende Oktober/Anfang November geht es dann los.

Hier seht ihr eine der Kühlhallen, wo die Eisblöcke gelagert sind. Außen Hochsommer, Blumen, Sommerhimmel, drinnen die Eisblöcke – ein kompletter Gegensatz.

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In dieser Kühlhalle hier

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lagern nicht nur Eisblöcke, nein, dort wurde in diesem Jahr dann das erste Sommer-ICEHOTEL gebaut. Ein weiterer Traum aus Eis und Kunst, der Wirklichkeit wurde. Ein kleines, aber feines ICEHOTEL mit einer ganz eigenen, besonderen Faszination. Draußen kann man den Sommer in Lappland erleben und die Mitternachtssonne genießen, drinnen findet man eine Welt aus Eis und Kunst vor und in drei Räumen kann man dort sogar übernachten. Dieses Sommer ICEHOTEL ist also nicht nur ein Vorbote von all dem, was im Winter kommt. Nein, es hat seine ganz eigene Individualität und Originalität, seine eigene Faszination und seinen eigenen Charme.

Hier noch ein paar kleine Eindrücke von dieser kleinen „Schwester“ des großen Winter-ICEHOTEL .

Zuerst ein paar abstrakte Kompositionen von den Eisblöcken. Hier kann man nicht nur die Klarheit des Wassers vom Torne Älv sehen, auch die verschiedenen Muster und Linien wurden allesamt von der Natur selbst erzeugt.

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Und hier noch ein paar Eindrücke von einigen der Räume und einigen Details.

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Alle Fotos wurden mit dem sog. „available light“ gemacht, also dem Licht, das in der Kühlhalle zur Verfügung stand. Da die ISO maximal auf 400 gesetzt wurde, war hier die Arbeit mit einem Stativ bei dieser niedrigen ISO-Zahl wegen der langen Verschlusszeiten ein absolutes Muss. Von daher war es nicht möglich, alle denkbaren Positionen einzunehmen und so zu fotografieren, z.B. von hoch oben über den Kopf hinweg nach unten.

Wie man anhand der Räume auch sehen kann, ist ein Weitwinkel-Objektiv im ICEHOTEL ebenfalls zwingend erforderlich, wenn man nicht nur Detailaufnahmen machen möchte.

Noch ein letzter Tipp für euch: Wenn ihr die Möglichkeit habt, an einen Ort zurückzukehren, dann überlegt euch, ob ihr dort nicht doch noch einmal fotografieren wollt, grundsätzlich. D.h. die Fotos von dem leeren Platz hier sind keinerlei spektakuläre Aufnahmen, aber wenn man sie in Zusammenhang setzt mit den vorherigen aus dem Winter, dann zeigt eine solche fotografische Präsentation einen Entwicklungsprozess, der anders fotografisch eben nicht festgehalten werden kann. Oder anders gesagt: auch an für sich unspektakuläre Fotos können in einer Präsentation als Gegenteile dann einen Eindruck vermitteln, eine Geschichte erzählen.

Die nächsten Berichte über unseren Photowalk im schwedischen Lappland sind in Vorbereitung. Also immer am Ball bleiben hier.

Bis bald, auf ein Neues und ein herzliches Willkommen zurück bei unserer Photoakademie.eu!

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