Extreme Bildbearbeitung – Teil 1

Hier möchte ich euch anhand von einigen kleinen Beispielen einmal zeigen, wie völlig verschieden ein- und dasselbe Foto aussehen kann, wenn man extreme Bildbearbeitung einsetzt. Mit welchem Programm auch immer. Aber auf jeden Fall kreativ.

Okay, gleich vorab:

Dies hier wird keine Grundsatzdiskussion über Bildbearbeitung bzw. extreme Bildbearbeitung als solche. Es steht jedem frei, mit (extremer) Bildbearbeitung umzugehen oder nicht umzugehen, zu entscheiden, ob sie überhaupt sinnvoll ist oder nicht.

Dies hier wird auch kein Appell nach dem Motto „Bevor ihr ein Foto löscht, probiert es doch erst mal mit extremer Bildbearbeitung, um zu retten, was nicht zu retten ist.“ Wenn ein Originalfoto nichts ist, dann ist da auch nichts zu retten, so oder so nicht. Dann gehört es schlichtweg in den Papierkorb oder gelöscht. Oder man behält es allenfalls als Lernfoto für sich selbst. Als ein Foto, das man sich ansieht, um daraus zu lernen, was fotografisch so nicht hätte gemacht werden dürfen. Als ein Foto, um sich an bestimmte Fehler noch einmal bildlich auch zu erinnern.

Letztlich ist dies hier auch kein Appell nach dem Motto „Extreme Bildbearbeitung ist der einzige kreative Weg. Arbeitet damit, unabhängig von der Art des Originalfotos und ohne über andere kreative Möglichkeiten nachzudenken und diese einzusetzen.“

Und worum geht es dann ? Wozu dieser Artikel ?

Es geht schlichtweg darum, einen weiteren, zusätzlichen Weg aufzuzeigen, wie man außerdem mit einem Foto kreativ arbeiten kann, vorausgesetzt das Foto eignet sich für diese Methode seiner Art nach grundsätzlich und allgemein.

Nach meinen Erfahrungen eignen sich Fotos, die bereits als Originalfoto eine abstrakte Komposition haben, wie auch immer, im allgemeinen auch als Basismaterial für eine (zusätzliche) extreme Bildbearbeitung. In den meisten (nicht in allen !) Fällen kann eine solche Bearbeitung zu interessanten Verbesserungen/Effekten führen oder sogar zu faszinierenden Änderungen, zu etwas komplett Neuem.

In den folgenden Beispielen wollte ich absichtlich einen neuen Look bei den Ausgangsfotos ausprobieren. Mein ausdrückliches Ziel war es, das bereits vorhandene Abstrakte per extremer Bildbearbeitung zu verbessern, zu intensivieren oder sogar erheblich zu ändern. Um dadurch zu Fotos zu kommen, die ich mit der Kamera selbst im Aufnahmezeitpunkt so nicht hätte realisieren können.

Ich habe also nicht mit den verschiedenen Funktionen und Filtern meines Bildbearbeitungsprogrammes einfach nur herumgespielt, um zu spielen und mir die Zeit zu vertreiben aus Spaß. Den hatte ich natürlich auch, jedes Mal wenn ich die Ergebnisse gesehen habe. Aber gespielt habe ich mit dem Ziel wirklich kreative Änderungen, Verbesserungen des Ausgangsfotos zu erhalten.

Beispiel Nummer 1

ExBi-ARei-PA-DSC08913-1

ExBi-ARei-PA-DSC089132-1-so

Weg von der winterlichen Originalszene mit Eiszapfen, die von einem Rohr herunterhingen, hin zu einer anderen abstrakten Komposition, wo die ursprünglichen Elemente selbst nicht mehr erkannt werden können. Nur, wenn man das Originalfoto kennt.

Beispiel Nummer 2

ExBi-ARei-PA-DSC09136

ExBi-ARei-PA-DSC09136 so

Verglichen mit dem Originalfoto, einer Makro-Aufnahme von einer Haarbürste, ergibt sich ein komplett anderes Bild hier, das eher an eine Science-Fiction-Szene erinnert. Die einzelnen Teile der Haarbürste ähneln fast kleinen Ufos im Landeanflug, der Hintergrund sieht jetzt aus wie eine Landschaft mit Hügeln und Tälern.

Wenn ihr auch mit abstrakten Bildgestaltungen fotografisch arbeitet, dann habt ihr vielleicht jetzt ein wenig Lust bekommen, es bei euren Fotos (oder zumindest einigen davon) zumindest auch einmal auszuprobieren, welche Ergebnisse herauskommen, wenn ihr Bildbearbeitung bzw. extreme Bildbearbeitung einsetzt.

Zusätzlich, als ein weiteres Mittel. Als weitere kreative Möglichkeit.

Neben all den Möglichkeiten, die man bereits mit der Kamera selbst direkt vor Ort hat.

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