Die fotografische Serie – Teil 1 – Einblick

In den meisten Fällen fotografiert man einzelne Fotos, d.h. man bemüht sich darum, aus einem einzelnen Fotomotiv das Beste herauszuholen und präsentiert das Motiv dann als einzelnes Foto. Aber man kann auch von vornherein so arbeiten, dass man ein Motiv als solches in Varianten mit mehreren Fotos präsentiert, wobei sich dann zwischen den einzelnen Fotos Unterschiede zeigen. Dies ist z.B. möglich im Rahmen einer fotografischen Serie.

 

Für eine solche Serie gibt es grundsätzlich keine Themenbegrenzungen.

So kann man sich als Thema dafür z.B. Brücken aussuchen oder Hände, Fenster, Bänke, Zäune, Türen, Blumen, Wolken oder was auch immer.

Hat man einmal ein Thema entdeckt für sich, kann es losgehen. Wann immer man unterwegs ist und die Kamera dabei hat und das ausgesuchte Themen-Motiv als solches irgendwo entdeckt, kann man es fotografieren. Im Laufe der Zeit können sich so viele verschiedene Fotos ansammeln, die aber alle das ausgesuchte Themen-Motiv als solches zeigen.

 

Wie viele Fotos man präsentieren möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Von einer fotografischen Serie spricht man allerdings meist erst ab einer Präsentation von mindestens 4 Fotos.

 

Bei einer Serie wirken die Fotos oftmals vor allem in ihrer Gesamtheit. Von daher brauchen die einzelnen Fotos nicht unbedingt jedes für sich qualitativ hochwertig zu sein.

Auch sind einzelne Fotos immer wieder austauschbar. Wie man die Gesamtpräsentation zusammenstellt, kann man sich immer wieder aussuchen bzw. neu entscheiden. Man kann sie gänzlich anders zusammensetzen, oder teilweise, man kann sie auf eine bestimmte Anzahl beschränken und diese später erweitern usw. .

 

Das Arbeiten an einem Serienthema hat zudem den Vorteil, dass man, unabhängig wo man sich gerade befindet, zumindest immer ein denkbares Motiv zum Fotografieren hat. Man braucht also nur Ausschau zu halten, ob nicht zumindest das Serienmotiv irgendwo vorhanden ist.

 

Nicht einmal bei der Gesamtpräsentation selbst gibt es bei einer Serie irgendwelche zwingenden Regeln. So ist es durchaus denkbar, Hochformate und Querformate zu mischen. Zumindest, was den Seriencharakter angeht, macht das Bildformat keinen Unterschied aus und hat keinen Einfluss. Anders ist es allenfalls betreffend einer Präsentation selbst. In diesem Sinne ist es meist einfacher, wenn man entweder Hochformat oder Querformat nimmt.

 

An einer Serie kann man so lange arbeiten, wie man möchte. Tagelang, monatelang, jahrelang. Es ergeben sich grundsätzlich immer wieder neue Varianten des Themen-Motivs, die man fotografieren kann.

 

Wer Spaß an einer solchen Arbeitsweise hat, kann sich natürlich auch von vornherein mehr als ein Thema wählen.

Aber nicht zu viele auf einmal, denn dann geschieht es doch leicht, dass man vor Ort oder auf einer Fototour zwar Themen-Motive sieht, aber vergessen hat, dass man sich eigentlich dieses Thema gewählt hatte.

 

Im zweiten Teil zur Serie zeige ich euch praktische Beispiele für Serien-Arbeiten und worauf man bei der Auswahl eines Themas für sich selbst achten sollte.

 

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