Das Publikum erreichen … ?

… oder wie können meine Fotos Beachtung finden ?

 

Das ist für viele natürlich eine der Kardinalfragen in der Fotografie, möchte man doch nicht nur für sich selbst fotografieren und die eigenen Festplatten füllen oder Fotoalben und Diakästen usw.

Man wünscht sich Beachtung und Anerkennung, Aufmerksamkeit von anderen Menschen.

Nur wie gelingt dies ? Wie erreicht man das ?

 

Wovon hängt die Aufmerksamkeit eines Betrachters/eines Publikums ab ?

Ich möchte euch hier einmal ein paar kleine Hinweise geben, was man dabei bedenken sollte.

 

Stichwort Nummer 1 ist hier der Bekanntheitsgrad des Fotografen/der Fotografin. Je bekannter ein Fotograf oder eine Fotografin (bereits) ist, desto eher erreicht ein neues Foto ein Publikum bzw. desto größer ist die Bereitschaft des Publikums, sich neue Fotos dieses Fotografen/dieser Fotografin anzusehen.

 

Stichwort Nummer 2 ist der Ort der Präsentation. Zeigt man Fotos im privaten Kreis, dann erhalten sie garantiert Aufmerksamkeit, die anderen möchten sie sehen. Zeigt man Fotos in einem Wettbewerb erhalten auch sie Aufmerksamkeit, zumindest von den Juroren, von der Jury. Ähnlich ist es bei Ausstellungen, die Besucher dort werden sich die Fotos jeweils ansehen. Oder auch bei Vorträgen, Diashows usw.

 

Ist man nicht bekannt oder noch möchte man nicht nur in einem kleinen Benutzerkreis präsentieren, sondern z.B. im Internet, gilt ganz besonders Stichwort Nummer 3 – das Wissen um den Beurteilungsprozess, der beim Betrachter abläuft, wenn ein Foto betrachtet wird. Dieses Wissen kann man nicht nur einsetzen, um die Aufmerksamkeit eines Dritten zu erreichen, sondern auch, um die eigenen Fotos von Anfang an zu gestalten oder ggf. anders zu gestalten. Was dies bedeutet und wie dies funktioniert, ist Thema weiterer Artikel hier. Erste Grundlagen sind z.B., dass man sich bewusst sein muss, wie das Sehen funktioniert und wie das Reagieren.

 

Gerade im Internet gilt dann übrigens auch Stichwort Nummer 4 – die Regelmäßigkeit. Je mehr Arbeiten man präsentiert, je mehr Zeit man in seine Präsentation steckt, je mehr man seine Arbeiten regelmäßig ergänzt, desto schneller kann man sich etwas aufbauen und ein Publikum erreichen. Das bedeutet jetzt nicht Masse statt Klasse ! Es hilft einem nur nicht, nur gelegentlich im Internet präsent zu sein und gelegentlich ein Foto dort zu zeigen. Trotz der vielen Diskussionen gerade auch um Bilderklau und unberechtigte Vermarktung durch Dritte – Schweigen im Internet fördert eben auch nicht das eigene Ziel, Aufmerksamkeit erhalten und sich einen Namen zu machen.

 

Weiter geht’s mit Stichwort Nummer 5 – Motivgebiet. Wenn sich ein Betrachter überhaupt nicht für ein Motivgebiet interessiert, dann wird er/sie Fotos daraus entweder gar nicht beachten oder nur in den seltensten Fällen.

 

Ähnliches gilt in den Fällen, wo bereits Stichwort Nr. 6 generell eine Motivübersättigung vorhanden ist, Beispiel Sonnenuntergänge. Nun könnte man sagen, es gibt doch nichts Neues mehr, alles wurde schon fotografiert, eine Motivübersättigung gibt es daher sowieso überall. Aber hier gilt es zu bedenken, dass manche Motive wirklich wesentlich mehr abgelichtet werden, als andere. Grundsätzlich kann jedes Motiv per se kreativ erstellt werden, in Fällen einer großen Quantität eines Motivs kann man also zumindest dann anders arbeiten am Motiv oder sollte sich genau überlegen, welche Arbeit davon man präsentieren will. Eine Motivübersättigung hängt außerdem auch mit davon ab, wie viele Fotos dieser Art vom Betrachter schon gesehen wurden und ob sich Motive des gleichen Themas an einem Ort konzentrieren, sei es auch nur zeitweilig, Beispiel Winterfotos zur Winterzeit usw.

 

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