Basiswissen Blende – Teil 2

Weiter geht es mit der Blende und diesmal mit den Stichworten „aufblenden“,„abblenden“ und „Offenblende“. Hier dürft ihr mit eurer Ausrüstung experimentieren, um verstehen zu lernen, was sich z.B. hinter diesen Begriffen versteckt.

Wer zunächst Teil 1 zur Blende lesen möchte, kann bei den Tags unter diesem Artikel hier z.B. auf das Stichwort Blende klicken und landet mit einem Schwupp beim ersten Artikel dazu.

 

Okay, nehmt einmal eure Kamera und euer Objektiv.

Das Objektiv stellt ihr auf die kleinste Blendenzahl, die es für dieses Objektiv gibt.

Jetzt setzt euch so hin, dass ihr direkt von vorne durch die Frontlinse in euer Objektiv sehen könnt und dabei gutes Licht habt, um im Objektiv sehen zu können, was passiert.

 

Und los geht es –

Stellt an eurer Kamera auf die nächsthöhere Blendenzahl und beobachtet dabei, was im Objektiv passiert.

Stellt auf die nächsthöhere Blendenzahl usw. bis ihr die größte Blendenzahl erreicht habt, die es für euer Objektiv gibt.

Ihr werdet beim Verstellen der Blendenzahlen (und damit der Blende) feststellen, dass sich im Objektiv etwas bewegt.

Während ganz am Anfang bei der kleinsten Blendenzahl im Objektiv eine große Öffnung war, wird diese mit dem Verstellen der Blendenzahlen immer kleiner. Sie geht zu, sie schließt sich.

Die kleinste Öffnung, die ihr im Objektiv sehen könnt, wird bei der größten Blendenzahl sein.

 

Nun macht das Ganze anders herum – stellt von der größten Blendenzahl wieder zurück bis zur kleinsten Blendenzahl.

Ihr werdet dabei sehen, wie die Öffnung im Objektiv immer größer wird, sie geht auf, bis bei der kleinsten Blendenzahl dann die größte Öffnung zu sehen ist.

 

Übt das ruhig ein paar Mal.

 

Jetzt kommen die fachtechnischen Begriffe dafür:

Verstellt ihr die Blendenzahlen von der kleinsten Blendenzahl zur größten Blendenzahl, dann nennt man dies „Abblenden“.

Verstellt ihr die Blendenzahlen von der größten Blendenzahl zur kleinsten, dann nennt man das „Aufblenden“.

 

Beim Abblenden wird die Blende also immer kleiner (= die Öffnung im Objektiv wird immer kleiner – sie geht „ab“ bzw. zu).

Beim Aufblenden wird die Blende immer größer (= die Öffnung im Objektiv wird immer größer – sie geht „auf“).

 

Und nun kommt das, was oftmals anfangs so richtig verwirrend ist:

Beim Abblenden wird die Blende immer kleiner, aber die Blendenzahl größer.

Beim Aufblenden wird die Blende immer größer, aber die Blendenzahl kleiner.

 

Dann haben wir noch den Begriff der „Offenblende“.

Es ist die Blende mit der kleinsten Blendenzahl an eurem Objektiv.

Dabei wird die größte Öffnung im Objektiv erreicht, es ist also die größte Blende.

 

Am besten übt man dies, indem man mit der Kamera/dem Objektiv experimentiert und sich immer wieder vorsagt:

Kleine Blendenzahl = große Öffnung= große Blende.

Große Blendenzahl = kleine Öffnung= kleine Blende.

 

Bis bald mit Teil 3 der Blende hier in der Photoakademie.eu .

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